Baden-Württemberg:
In Baden-Württemberg hat sich der Waldzustand 2010 wieder deutlich verbessert. Der mittlere Blatt- und Nadelverlust aller Bäume reduzierte sich auf 22,5 %. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine Verringerung um 3,1 %-Punkte dar. Bei der Fichte hat sich der Kronenzustand in den letzten 3 Jahren kontinuierlich verbessert. Gegenüber 2009 verbesserte sich der mittlere Nadelverlust der Fichten um 1,8 %-Punkte auf nunmehr 19,2 %. Der Kronenzustand der Buchen hat sich nach der sehr starken Blüten- und Fruchtausbildung des letzten Jahres wieder deutlich erholt. Der mittlere Blattverlust sank um 9,2 %-Punkte auf insgesamt 26,8 %. Bei der Eiche ist der Kronenzustand nach wie vor alarmierend. Mit 34,3 % liegt der mittlere Blattverlust exakt auf dem Wert von 2009 und stellt somit nach wie vor das höchste Schadniveau aller Hauptbaumarten in Baden-Württemberg dar.
Bayern:
Der Kronenzustand der Waldbäume hat sich im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Im Mittel aller Baumarten sank der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust um 0,7 %-Punkte auf nun 20,1 %. Der Kronenzustand der Nadelbäume hat sich mit einem durchschnittlichen Nadelverlust von 18,9 % gegenüber 2009 (19,2 %) kaum verändert.
Bei den Laubbäumen nahm 2010 der durchschnittliche Blattverlust aller begutachteten Bäume um 1,3 %-Punkte auf
22,4 % ab. Bei der Buche ist der Anteil stärkerer Kronenverlichtungen (Schadstufe 2-4) seit dem Vorjahr um 11,3 %-Punkte zurückgegangen und liegt nun bei 41,1 %. Dagegen hat sich der Kronenzustand bei der Eiche 2010 mit einem Anstieg des durchschnittlichen Blattverlustes um 4,6 %-Punkte auf 34 % weiter verschlechtert. Weitere Ergebnisse können unter www.forst.bayern.de abgerufen werden.
Berlin:
In Berlin ist eine deutliche Verbesserung des Waldzustandes festzustellen. 24 % der Waldfläche weist deutliche Schäden auf (Schadstufe 24). Gegenüber dem Vorjahr ist aber ein Rückgang von 5 %-Punkten zu verzeichnen. Zurückgegangen sind die deutlichen Schäden vor allem bei der Kiefer um 6 %-Punkte auf 10 % vermindert. Schlecht ist dagegen der Kronenzustand der Eichen. 68 % weist deutliche Schäden auf. Gegenüber dem Vorjahr sind diese aber um 4 %-Punkte zurückgegangen.
Brandenburg:
In Brandenburg liegt der Anteil der deutlichen Schäden an der Waldfläche bei 7 % und hat gegenüber dem Vorjahr um 1 %-Punkt zugenommen. Die in Brandenburg häufigste Baumart, die Kiefer, weist mit 4 % nur einen sehr geringen Anteil deutlich geschädigter Kronen auf. Die am stärksten geschädigte Baumart ist in Brandenburg die Eiche. Sie weist einen Anteil an deutlichen Schäden von 28 % auf.
Hessen:
Der Kronenzustand der Waldbäume in Hessen hat sich 2010 mit einer mittleren Kronenverlichtung von 22 % im Vergleich zum Vorjahr mit 23 % geringfügig verbessert. Hessen unterscheidet bei den Ergebnissen zwischen älteren Bäumen (über 60 Jahre) und jüngeren Bäumen (bis 60 Jahre). Bei der älteren Buche hat sich die mittlere Kronenverlichtung von 33 % im Jahr 2009 auf aktuell 28 % verringert. Bei der älteren Eiche hat sich dagegen die Kronenverlichtung von 24 % im Jahr 2009 auf 27 % im Jahr 2010 erhöht. Bei der älteren Fichte zeigt die Kronenverlichtung im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung. Von 30 % im Jahr 2009 auf 27 % im Jahr 2010.
Mecklenburg-Vorpommern:
Der Gesundheitszustand der Wälder in Mecklenburg Vorpommern hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume (Schadstufe 2-4) ist von 19 % im Jahr 2009 auf 17 % zurückgegangen. Zugenommen hat die Zahl der schwach geschädigten Bäume (Schadstufe 1) um 5 %. Zurückgegangen sind die deutlichen Schäden bei der Fichte. Sie liegen bei 16 % und sind damit gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 %-Punkte zurückgegangen. Leicht zugenommen haben die deutlichen Schäden bei der Kiefer um 2 %-Punkte auf 17 %. Die Kiefer ist in Mecklenburg-Vorpommern die wichtigste Baumart. Sie nimmt rd. 40 % der Waldfläche ein. Leicht zugenommen haben auch die deutlichen Schäden bei der Eiche. Sie erhöhten sich um 4,1 %-Punkte auf insgesamt 33,5 %. Ein Rückgang der deutlichen Schäden ist aber bei der Buche zu verzeichnen. Bei ihr liegt der Anteil der deutlichen Schäden bei 12,5 %.
Niedersachsen:
Die mittlere Kronenverlichtung aller Waldbäume in Niedersachsen liegt in diesem Jahr mit 16 % auf dem gleichen Wert wie im Vorjahr. Leicht zugenommen haben die Schäden bei der Fichte. Eine deutliche Zunahme bei der mittleren Kronenverlichtung um 5 % ist bei den älteren Eichen zu verzeichnen. Zurückgegangen sind die Schäden bei Buche und Kiefer.
Nordrhein-Westfalen:
In Nordrhein-Westfalen hat sich der Waldzustand über alle Baumarten gemittelt verschlechtert. Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume hat um 2 % auf 23 % zugenommen. Dies gilt besonders für die Eiche. Dort ist eine Erhöhung der deutlichen Schäden um 15 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Sie liegen nun bei 54 %. Auch bei der Fichte haben die deutlichen Schäden um 3 %-Punkte leicht zugenommen und liegen nun bei 18 %. Erholt hat sich die Buche. Dort ist ein starker Rückgang der deutlichen Schäden auf 19 % zu verzeichnen. Dies bedeutet eine Verbesserung um 14 %-Punkte.
Rheinland-Pfalz:
In Rheinland-Pfalz ist der Anteil der deutlich geschädigten Bäume um 2 %-Punkte auf nunmehr 26 % leicht zurückgegangen. Bei Fichte und Buche hat sich der Kronenzustand gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, während er sich bei der Eiche eher verschlechtert hat.
Saarland:
In den Wäldern des Saarlandes verringerten sich 2010 die deutlichen Schäden um 8 %-Punkte auf 27 %. Dieser Rückgang der Schäden ist bei allen Hauptbaumarten (Buche, Eiche, Kiefer und Fichte) zu verzeichnen.
Sachsen:
Der Kronenzustand der Waldbäume hat sich 2010 bei allen Baumarten verbessert. Im Jahr 2010 waren 14 % der Waldfläche deutlich geschädigt (Schadstufe 2-4) gegenüber 18 % im Jahr 2009. Bei der Fichte sind die deutlichen Schäden von 20 % im Jahr 2009 auf 14 % im Jahr 2010 zurückgegangen. Eine deutliche Verbesserung ist bei der Buche festzustellen. Hier gingen die deutlichen Schäden von 53 % (2009) auf 25 % (2010) zurück und bei der Eiche von 45 % (2009) auf 25 % (2010). Bei der Kiefer ist ein Rückgang der deutlichen Schäden um 1 %-Punkt festzustellen. Von 8 % (2009) auf 7 % (2010).
Sachsen-Anhalt:
In Sachsen-Anhalt hat sich der Zustand der Waldbäume im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die mittlere Kronenverlichtung liegt bei 15 %. Weiterhin hoch ist vergleichsweise die Kronenverlichtung der älteren Buchen, Fichten und Eichen. Jeder dritte Baum ist hier deutlich geschädigt. Bei den älteren Eichen (über 60 Jahre) hat sie 2010 zugenommen und liegt bei 33 %.
Schleswig-Holstein:
Gegenüber dem Vorjahr ist bezogen auf alle Baumarten und aller Altersgruppen ein Rückgang der Kronenverlichtung bei den Schadstufen 2-4 (deutlich geschädigt) um 4 % festzustellen. 2010 sind 26 % aller Wälder deutlich geschädigt (2009: 30 %). Bei der Buche hat sich der Anteil der deutlich geschädigten Bäume von 50 % im Jahr 2009 auf aktuell 34 % verringert. Bei der Eiche verringerte sich der Anteil der deutlichen Schäden gegenüber 2009 um 1 %-Punkt auf 30 %. Bei der Fichte ist ein Rückgang der deutlichen Schäden von 44 % im Jahr 2009 auf 39 % im Jahr 2010 zu verzeichnen. Erhöht haben sich im Vergleich zum Vorjahr die deutlichen Schäden bei der Kiefer von 6 % (2009) auf 11 % (2010).
Thüringen:
In Thüringen weist die Waldschadenserhebung 2010 ein etwas besseres Bild im Vergleich zu 2009 auf. 32 % der Waldfläche sind deutlich geschädigt (Schadstufe 2-4). Damit haben die deutlichen Schäden gegenüber dem Vorjahr um
3 %-Punkte abgenommen. Die Fichte, mit 43 % der Waldfläche in Thüringen die Hauptbaumart, weist die geringsten sichtbaren Schäden auf. Ebenfalls zurückgegangen sind die Schäden bei Kiefer und Buche. Leicht zugenommen haben sie bei der Eiche, die in Thüringen rd. 7 % der Waldfläche einnimmt.
Direktlink: Wald- & Bodenzustand/Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2010
