Projekt Wald in Not und Krombacher Brauerei fördern Pflanzmaßnahmen
Immer noch sind nicht alle Wunden, die der Orkan „Kyrill“ 2007 in den nordrhein-westfälischen Wäldern hinterlassen hat, geschlossen. Daher wurden auch in diesem Frühjahr im durch „Kyrill“ stark geschädigten Wald an der Wipperfürther Neyetalsperre mit Unterstützung des Projektes Wald in Not aus Spenden der Krombacher Brauerei wieder umfangreiche Pflanzmaßnahmen durchgeführt.
Am 7.4.2010 pflanzten Vertreter der Städte Remscheid, Wipperfürth und des Oberbergischen Kreises gemeinsam mit dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Krombacher Brauerei, Dr. Franz-Josef Weihrauch, und Dr. Christoph Abs, Leiter des Projektes Wald in Not der DBU Naturerbe GmbH, die ersten Bäume. Insgesamt werden von Mitarbeitern des Remscheider Stadtforstamtes ca. 2 ha einer Sturmschadensfläche unmittelbar an der Kreisstraße 13 mit einem standortgerechten Laubmischwald wieder aufgeforstet. Dort hatte zunächst der Orkan „Kyrill“ im Januar 2007 und zuletzt „Xynthia“ in diesem Frühjahr einen alten Fichtenwald weitgehend vernichtet. Das Neyetal mit der gleichnamigen Trinkwassertalsperre befindet sich im Eigentum der Stadt Remscheid. Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung der Stadt und ist mit einem über 25 km langen, begehbaren Stollen, von der Talsperre zur Stadt, verbunden.
Zur Optimierung der Trinkwasserreinigung und gewinnung hat die Stadt im Laufe der letzten 100 Jahre enorme Aufforstungsanstrengungen auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen unternommen. Diese von Menschen gezielt geschaffenen Wälder haben durch die letzten Jahrzehnte naturnahe Bewirtschaftung der Remscheider Förster mittlerweile eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit erlangt, so dass z. Zt. eine fast vollständige Ausweisung als Naturschutzgebiet geplant ist. Im Laufe der 100jährigen Geschichte dieses Waldes sind viele Stürme und Kalamitäten über das Neyetal gegangen, allerdings waren die Schäden, die der Orkan „Kyrill“ in der Nacht vom 17. auf den 18.01.2007 in den Wäldern des Oberbergischen Kreises verursachte, bislang beispiellos. Fast alle Fichten und etliche Buchen- und Eichenflächen, über 10 % aller Waldbestände, wurden durch „Kyrill“ vernichtet. Zuletzt hat das Sturmtief „Xynthia“, am 28.02.2010, deutliche Spuren hinterlassen.
Mit der Pflanzaktion soll ein weiterer Schritt für die eingeleiteten Wiederbewaldungsaktivitäten getan sowie auf die große Bedeutung dieses Waldgebietes für den Natur- und Klimaschutz, die erholungssuchende Bevölkerung aus Wipperfürth und Remscheid sowie die Trinkwassergewinnung aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig wird damit deutlich, dass sich Ziele des Naturschutzes selbstverständlich mit einer naturgemäßen und ökologisch orientierten Waldbewirtschaftung in Einklang bringen lassen.
Weitere Informationen bei DBU Naturerbe GmbH, Projekt Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn.