Elsbeeren („Baum des Jahres 2011“) für die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz
Projekt Wald in Not stellt Bäume zur Verfügung

Auf der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz wurde aus Anlass des „Internationalen Jahres der Wälder 2011“ der „Baum des Jahres“, die Elsbeere, gepflanzt. 3 Elsbeeren wurden vom Projekt Wald in Not der DBU Naturerbe GmbH zur Verfügung gestellt und am 27.4. vom Koblenzer Oberbürgermeister, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, dem BUGA-Geschäftsführer, Hanspeter Faas, und dem Projektleiter Wald in Not, Dr. Christoph Abs, auf dem BUGA-Gelände gepflanzt. Organisiert wurde die Pflanzaktion von Dietmar Ebi, Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Pflanzung einer Elsbeere auf dem BUGA-Gelände in Koblenz (von li. nach re. Ulrike Kirchner, BUGA-Planungsabteilung, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Götting, Dr. Christoph Abs, Dietmar Ebi und Hanspeter Faas).
Foto: Dietmar Ebi, Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Elsbeere gehört zu den seltenen Baumarten in unseren Wäldern, dies meist nur als Einzelbaum besonders an Waldrändern oder auf trockenen Standorten zu finden. Ihre Blätter sind denen des Bergahorns sehr ähnlich und ihre raue, braune Borke kann mit der Eiche verwechselt werden. Im Herbst aber, mit Beginn der Blattfärbung, hebt sie sich deutlich gegenüber anderen Bäumen hervor, da sich ihre Blätter leuchtend rot färben. Zu erkennen ist die Elsbeere im Wald, wenn man sich besonders die Form ihres Blattes einprägt. Häufiger zu finden ist die Elsbeere in Mitteleuropa, speziell in Frankreich und auch im mittleren und südlichen Deutschland. Sie wächst vor allem auf nährstoffreichen, aber eher trockenen Standorten.

Als Wirtschaftsbaumart ist die Elsbeere sehr interessant. Sie liefert das wertvollste Holz und aus ihren Früchten, die schwierig zu ernten sind, wird ein Brand hergestellt, der zu den teuersten Obstbränden gehört. Die reifen Früchte galten früher als Heilmittel gegen Ruhr und Cholera, daher der lateinische Artname „Sorbus torminalis“. Luther nennt 1526 als erster in der Literatur den bis heute üblichen deutschen Namen „Elsbeere“. Da die Elsbeere mit Wärme und Trockenheit gut zurecht kommt, ist zu erwarten, dass sie unter den Vorzeichen einer Klimaerwärmung in unseren Wäldern auch als Wirtschaftsbaumart größere Bedeutung gewinnen wird.

Informationen zur Elsbeere finden Sie unter "Baum des Jahres 2011" und www.foerderkreis-speierling.de.