Mit der Lärche wählte das „Kuratorium Baum des Jahres“ die einzige in Europa beheimatete Nadelbaumart aus, die im Winter ihre Nadeln abwirft. Vorher zeigen ihre Nadeln im Herbst eine hervorstechende goldgelbe Färbung. Im Frühjahr ist die Lärche besonders durch das zarte, helle Grün der neuen Nadeln zu erkennen. Der natürliche Schwerpunkt des Vorkommens der Lärche ist in den Alpen und in den Karpaten zu finden. Sie kommt dort in Höhenlagen von über 2.000 m vor. In vielen Fällen markiert sie dort die Baumgrenze und übernimmt eine wichtige Funktion zum Schutz vor Lawinen. Über die Hochgebirge hinaus besiedelt die europäische Lärche aber große Teile Europas und ist auch in unseren Mittelgebirgen und der Ebene zu finden. Insgesamt nimmt sie in Deutschland aber nur 1-2 % der Waldfläche ein.
Neben der europäischen Lärche wird in Deutschland seit vielen Jahren aber auch eine weitere Lärchenart forstlich genutzt, die „japanische Lärche (Larix kaempferi)“. Die japanische Lärche wurde bereits 1861 in Europa eingeführt in der Hoffnung, dass sie residenter gegenüber Krankheiten sei, die der europäischen Lärche Probleme bereitet.
Da die europäische Lärche keine besonderen Nährstoffansprüche hat, gehört sie zu den Pionierbaumarten, die Rohböden und Kahlschläge als erste besiedeln können. Da sie aber sehr lichtbedürftig ist, können später hinzukommende, schattenverträgliche Baumarten eine Konkurrenz für sie bedeuten, so dass sie vor allem im Flachland forstliche Hilfe benötigt. Als Mischbaumart kann sie in Buchenwäldern mit forstlicher Unterstützung eine wichtige Rolle übernehmen und zur Arten- und Strukturvielfalt beitragen.
Die Lärche liefert ein wertvolles Holz, das durch seinen hohen Harzgehalt äußerst haltbar ist. Es kann daher sowohl im Außen- als auch im Innenbereich verwendet werden. Lärchenholz kommt im Außenbereich ohne Imprägnierung aus. Im Fensterbau kann Lärchenholz eine Alternative zu Kunststoff- oder Aluminiumfenster darstellen.
Lärchenharz und Lärchenterpentin wurde in alten Zeiten in der Volksmedizin gegen vielerlei Krankheiten angewendet. In der Homöopathie findet Lärchenterpentin Anwendung zur Förderung der Durchblutung. Ein Effekt der vor allem rheumatische Beschwerden lindern soll. Die frischen Nadelbüschel der Lärche lassen sich zu einer Salbe verarbeiten, die gegen Geschwüre oder trockene, rissige Haut helfen soll.
Unter sich veränderten Klimaverhältnissen könnte die Lärche besonders in trockenen und warmen Sommern auf nicht ausreichend mit Wasser versorgten Böden Probleme bekommen.
Weitere Informationen unter:
http://www.waldwissen.net/wald/baeume_waldpflanzen/nadel/bfw_laerche_portrait/index_DE
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