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Waldzustandsbericht 2009

Waldbericht der Bundesregierung: Zustand des deutschen Waldes ist besorgniserregend

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Manche mögen’s heiß! – Waldschädlinge im Klimawandel

Neue Informationsbroschüre des Projektes Wald in Not

„Manche mögen’s heiß!“ Dies gilt auch für einige Waldschädlinge, die vom Klimawandel profitieren. Nur wenn gefährliche Schadinsekten und Pilzkrankheiten frühzeitig erkannt werden, besteht eine Chance, die weitere Ausbreitung oder eine Massenvermehrung zu verhindern.

Das Projekt Wald in Not der DBU Naturerbe GmbH möchte mit der neuen Broschüre auf Schädlinge aufmerksam machen, die, vom Klimawandel gefördert, heute schon Bäume und Wälder bedrohen oder gerade dabei sind, sich in unseren Wäldern neu zu etablieren. Die Broschüre enthält zu den einzelnen Insekten und Pilzen Hinweise auf die

  • Erkennungsmerkmale
  • Typische Schadsymptome am Wirtsbaum
  • Möglichkeiten zur Vorsorge und Bekämpfung

Die Broschüre soll Hilfestellung geben, diese neuen Schädlinge rechtzeitig zu erkennen, um Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln. Einige dieser Schädlinge sind auch aufgrund eines globalisierten Welthandels nach Europa gekommen und haben keine natürlichen Feinde, so dass sie ein erhebliches Gefahrenpotenzial für unsere Wälder darstellen.

„Der Umbau unserer Wälder in ökologisch stabile Mischwälder mit mehreren Baumarten und Bäumen unterschiedlichen Alters muss das Ziel zukünftiger Waldbewirtschaftung sein. Nur so lassen sich die Risiken des Klimawandels und von Umweltbelastungen für die Wälder vermindern. Gesunde und stabile Wälder haben ein größeres Abwehrpotenzial gegen neue Schädlinge und sind damit die beste Vorsorgemaßnahme.“ Darauf weist Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, im Vorwort zur Broschüre hin.

Die neue Broschüre ist erhältlich bei der
DBU Naturerbe GmbH – Projekt Wald in Not
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn

Download dieser Broschüre (pdf 4,5 MB)

Bei Bestellungen bitte 0,85 € Rückporto in Briefmarken beifügen.

Bedauerlicherweise hat sich in die Druckausgabe der Broschüre durch Verwechslung einer lateinischen Bezeichnung bei der Bildrecherche ein bedauerlicher Fehler eingeschlichen. Ein entsprechendes Korrekturblatt können Sie als PDF-Datei downloaden.

Download der Korrekturseite (pdf 7,0 MB)

In der Online-Fassung der Broschüre wurde die Korrektur bereits vorgenommen.

 

 

Stiftung Wald in Not übertragen an DBU Naturerbe

Ein Projekt der DBU Naturerbe GmbH – Dr. Christoph Abs bleibt Ansprechpartner

Osnabrück. Die 2007 gegründete Naturerbe GmbH der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) www.dbu.de hat die Stiftung Wald in Not als Projekt übernommen. Zum Jahreswechsel wurde die in Bonn ansässige Stiftung aufgelöst und das Stiftungskapital von 384.000 Euro an die DBU in Osnabrück übertragen. Künftig wird die DBU Naturerbe GmbH Aufgaben und Zielsetzungen der Stiftung Wald in Not als Projekt weiterführen. „Leicht ist es uns nicht gefallen, unsere Stiftung nach 25 Jahren aufzulösen. Aber im DBU Naturerbe ist sie in den besten Händen. Es war der einzige Weg, unsere Ziele langfristig zu sichern“, sagte heute Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Bernhard Vogel, Stiftungsratsvorsitzender. Um Neuanpflanzungen, Wiederaufforstungen und den ökologischen Umbau von Waldflächen, etwa die Pflanzung seltener Baumarten, kümmert sich weiterhin der bisherige Geschäftsführer Dr. Christoph Abs als neuer Mitarbeiter der DBU Naturerbe GmbH. Von Bonn aus führt er auch die Informationsarbeit über den Wald weiter.

Vogel bilanzierte: „Entstanden sind wir aus der Diskussion um das ‚Waldsterben’ der frühen achtziger Jahre. Wir haben bis heute einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Vermehrung mehrere Millionen Bäume in Deutschland geleistet!“ Die Stiftung Wald in Not habe vielen Menschen die Probleme und Bedürfnisse des Waldes näher gebracht. Für die Zukunft vertraue er darauf, dass dieses Anliegen der Stiftung bei der DBU gut aufgehoben sei.

Anfang Januar hat die DBU innerhalb ihrer gemeinnützigen Tochter, DBU Naturerbe GmbH, das Projekt Wald in Not eingerichtet. Von den 384.000 Euro der Wald-in-Not-Stiftung, die zweckgebunden der DBU übertragen wurden, wird ausschließlich das eingegliederte Projekt finanziert. Es ist weiterhin auf Spenden angewiesen. „Wir als DBU hoffen, dass Spender und Sponsoren weiterhin bereit sind, das Projekt Wald in Not innerhalb der DBU Naturerbe GmbH zu unterstützen“, sagte Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekretär. Abs werde als Leiter des Projektes Wald in Not den guten Kontakt zu Spendern und Sponsoren aufrechterhalten und daneben auch als Ansprechpartner für die Naturerbeflächen in der Wahner Heide und Landau-Ebenberg innerhalb der DBU Naturerbe GmbH fungieren.

Informationen zum Projekt Wald in Not sind auch in Zukunft unter der Bonner Adresse (s. u.) und unter dieser Homepage zu erhalten.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:

Dr. Christoph Abs
DBU Naturerbe GmbH, Projekt Wald in Not
Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn
Telefon: 0228 81002-13
Telefax: 0228 81002-57
E-Mail: info@wald-in-not.de

Die aufgelöste Stiftung Wald in Not übergab ihre Aufgaben in die Hände der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) (v.l.): Dr. Christoph Abs, Geschäftsführer der Stiftung Wald in Not, jetzt Projektleiter der DBU Naturerbe GmbH, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Bernhard Vogel (Stiftungsratsvorsitzender Wald in Not), Dr. Hedda von Wedel (Vorstandsvorsitzende Wald in Not) und Dr. Fritz Brickwedde (DBU-Generalsekretär).

 

 

Droht uns ein Eschensterben? – Forstwissenschaftler warnen!

Prof. Dr. Alfred Wulf (Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Braunschweig) berichtet in einer Veröffentlichung über die Zunahme von erkrankten und absterbenden Eschen. Die äußeren Symptome der Krankheit sind Welke, vorzeitiger Blattabfall und ein auffälliges Triebsterben in Verbindung mit Rindennekrosen ohne Schleimfluss. Beobachtet wird ein anhaltender Degenerations- oder mehrjähriger Absterbungsprozess. Anfänglich sterben nur die jüngeren Kronenteile ab, während an der Pflanzenbasis noch neue Triebe entstehen. Dies kann zu einer allmählichen Verbuschung führen. Später sterben ganze Kronenteile oder der Baum in seiner Gesamtheit ab. Auf der Suche nach den Ursachen der Erkrankung wurde u. a. ein Pilz (Chalara fraxinea) nachgewiesen. Dieser Pilz ist eng verwandt mit dem Erreger des Ulmensterbens und der Platanenwelke. Mittlerweile wurde dieser Pilz fast in allen Regionen Europas an erkrankten Eschen gefunden. Seither wird ihm eine zentrale Rolle beim Eschensterben zugeschrieben. Unklar ist bisher, wie der Erreger zwischen einzelnen Bäumen übertragen wird. Darauf konzentrieren sich z. Zt. die aktuellen Untersuchungen.

Die Esche hat als Mischbaumart beim Umbau unserer Wälder zu ökologisch stabileren Waldbeständen große Bedeutung. Daher wird es notwendig sein, die Entwicklung der Krankheit an unseren Eschenbeständen aufmerksam zu beobachten.

Weitere Informationen: www.eschentriebsterben.org

Kurze Zusammenfassung zum Thema Eschensterben

 

 

Neue Broschüre. „Der Wald im Klimastress“
1. Aufl. 2008, 34 Seiten
Download (pdf 3,6 MB)

Citrusbockkäfer bedroht Laubbäume

Waldzustand 2007
Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, aber dennoch keine Entwarnung für den Wald!

Wald in Not - aktuell 1/2009 als pdf-Datei (356 KB)

Wald in Not - aktuell 2/2008 als pdf-Datei (190 KB)

Wald in Not - aktuell 1/2008 als pdf-Datei (247 KB)

Wald in Not - aktuell 2/2007 als pdf-Datei (246 KB)

Wald in Not - aktuell 1/2007 als pdf-Datei (218 KB)

Soeben ist als erstes Ergebnis des "Schwarz-Pappel Projektes" der Stiftung Wald in Not ein "Leitfaden zur Initiierung von Auwäldern mit der Europäischen Schwarz-Pappel (Populus nigra L.)" (pdf-Datei 2,8 MB) erschienen. Die Broschüre ist bei der Geschäftsstelle des Projektes Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn erhältlich. Bei Bestellung bitte 0,85 Euro in Briefmarken als Rückporto beifügen.

 

 

Eichenprozessionsspinner breitet sich weiter aus

In diesem Sommer ist festzustellen, dass sich der Eichenprozessionsspinner aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen in einigen Regionen Deutschlands weiter ausbreitet. Problematisch ist der Eichenprozessionsspinner nicht so sehr wegen seines Fraßes an unseren Eichen, sondern durch ihre Wirkungen auf den Menschen. Die Härchen der älteren Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Hautkontakt oder bei Einatmen verschiedene, zum Teil sehr heftige allergische Wirkungen auslösen kann. Noch lange nach dem Absterben der Tiere können von Raupennestern verdriftete Raupenhaare diese gesundheitsgefährdenden Reaktionen auslösen. Daher ist zu empfehlen, Raupennester nur von Fachleuten beseitigen zu lassen, wenn diese in der Nähe von Gebäuden oder Spielplätzen zu finden sind.
Weitere Informationen enthält ein Faltblatt der Biologischen Bundesanstalt (BBA) zum Eichenprozessionsspinner. Eine Verbreitungskarte findet man unter http://www.idw-online.de/pages/de/news213110.